Status
Programm
Ort
Größe
Wohneinheiten
Leistungen
Bauherren
Konstruktion
Nachhaltigkeit
Projektteam
Partner
Zuschlag Werkstattverfahren
Fertigstellung voraussichtlich 2026
Neubau förderfähiger Wohnraum & kiezgebundene Nutzungen: Kita, Gewerbe, Fahrrad-Hub, Start-Ups
Quartier Haus der Statistik
10178 Berlin
BGF 10.450 m2
95 förderfähige Wohnungen
Werkstattverfahren & LP 1-5
WBM Wohnungsbaugesellschaft Mitte GmbH
Holz-Beton-Hybridbauweise, Holzständerwerkfassade mit vorgehängter Keramikfassade
KfW 40
Tamara Granda, Fabian Klemp, Christin Repp, Antonia Wagner, Paul Zöll
el:ch Landschaftsarchitekten
Städtebaulicher Pionier
Das Bewohner*Innenhaus ist ein urbanes Wohngebäude mit 95 Wohnungen und öffentlichem Erdgeschoss mit kleinteiligen bewohnernahen Gewerbenutzungen. Es entsteht als städtebaulicher Pionier als erstes von mehrerenneuen Quartiersbausteinen im zukünftigen Quartier Haus der Statistik in Berlin-Mitte. Das Quartier Haus der Statistik wurde in einem ambitionierten und nutzerorientierten städtebaulichen Werkstattverfahren durch das Land Berlin und diverse Kooperationspartner entwickelt. Das leerstehende Gebiet umfasst 3,2 Hektar, dessen zukünftige Nutzungsprogramm neben dem Rathaus der Zukunft auch Platz für Kunst, Kultur, Soziales, Bildung und Wohnen beinhalten soll.Das Bewohner*Innenhaus vernetzt sich mit dem Quartier und bietet Möglichkeiten der Partizipation für ein vielfältiges Zusammenleben in der Stadt. Durch sein robustes Bausystem ist es anpassungsfähig und kannzukünftige Veränderungen im Areal aufnehmen und überdauern.
Städtebauliche Vernetzung & Belebung
Die der Öffentlichkeit zugewandten gemeinschaftlichen, sozialen und gewerblichen Nutzungen und Zugänge im einladenden Erdgeschoss sorgen für die Belebung der Berolinastraße. Zwei farblich voneinander abgesetzte Gebäudeteile, jeweils mit eigenem Eingang und Treppenhaus, ermöglichen Adressbildung und leichte Identifikation für alle Bewohner*innen. Die Kieznische ist ein nachhaltiges Mobilitätshub: hier erfolgt der Zugang zur Fahrradgarage mit Werkstattcafé. Die Fahrradgarage kann zum belebten Multifunktionsraum für Quartiersevents und Feiern genutzt werden. Das Stadtzimmer mit Grüner Insel auf der beruhigten, gefassten Rückseite des Gebäudes fungiert als Kita-Spielplatz sowie Grünraum für die Bewohner*innen. Der Stadtbalkon im 1. Obergeschoss ermöglicht die Verbindung beider Hausteile und der Dachgarten im 4. Obergeschoss bietet Platz für gemeinschaftliches urbanes Gärtnern.
Wohnungsmix & Plusräume
Entsprechend des vorgegebenen Wohnungsschlüssels bietet das Gebäude einen Mix aus 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen. Dabei sind alle 95 Wohnungen barrierefrei geplant und zum großen Teil förderfähig. DasGrundgerüst der Gebäudestruktur bietet die Flexibilität, statt kleinen Wohnungen auch Clusterwohnungen zu bauen und so auf den wachsenden Bedarf von neuen Wohnformen einzugehen.Durch alternative Raum- und Mietkonzepte auf den Wohnetagen, wie die verschiedenen Plusräume, werden Ideen der Gemeinwohlorientierung, Teilhabe und Aneignung über das Erdgeschoss hinausgedacht und einelebendige Hausgemeinschaft gefördert. Diese vermietbaren Räume, die außerhalb der Wohnungen liegen, bietenPlatz für Co-Working, Waschsalon oder neue gemeinschaftliche und förderfähige Wohnformen wie Clusterwohnungen.
Wandelbarkeit & Identifikation
Im Erdgeschoss, auch im durchlässigen Gemeinschaftsbereich zwischen Berolinastraße und Stadtzimmer, können kleinteilige Pioniernutzungen nebeneinander Platz finden. Alternativ wäre auch die Nutzung als großerLebensmittelmarkt möglich. Die modularisierte Fassade als Aluminium-Pfosten-Riegel-System mitInstallationsebene und dem Fassadenraster ermöglicht, je nach Akteuren und Nutzungen, unterschiedliche Fassadenelemente anzubringen und später gegebenenfalls auszuwechseln. Im Bereich des Wohnens sorgt die Ausbildung einer belebten, grünen Fassade durch individuelle Balkonbepflanzung und farbig abgesetzte Sonnenschutzmarkisen für ein belebtes Erscheinungsbild.
Effizienz & Lebenszyklus
Die effiziente Holz-Beton-Hybridbauweise mit schlanker, flächensparender Fassadenkonstruktion und kompakterGebäudetechnik in den Kernzonen erlaubt ein nachhaltiges, zukunftsweisendes Gebäude bei hoher Flächenausnutzung. Die Verwendung von ökologischen und verbundstofffreien Baustoffen und ein hoher Grad der Elementierung und Vorfertigung mit teilweise gerüstfreier Montage ermöglicht eine hohe Präzision und Qualität. Durch den Einsatz der Bauteile gemäß ihrer Lebensdauer wird auch die Anpassungsfähigkeit des Gebäudes in der Zukunft gesichert. Die hinterlüftete Fassade aus gefärbten keramischen Elementen stellt ein verbundstofffreies, langlebiges sowie reparatur- und wartungsfreundliches Fassadensystem dar. Ein geringer Technisierungsgrad und die Sicherstellung des Brandschutzes durch das Erschließungssystem bieten die Möglichkeit, das Gebäude materialsparend rück- und umzubauen oder Nutzeinheiten zu erweitern.
Erdgeschoss
1. - 3. Obergeschoss
4. - 6. Obergeschoss